2. Triathlon-Bundesliga Süd: Der Spiridon Frankfurt im Portrait

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Neuland ist die 2. Triathlon-Bundesliga Süd im Prinzip noch für die Mädels des Spiridon Frankfurt. Training in Eigenregie, keine gestellten Räder und viel persönliches Engagement zeichnet das Frauenteam des Frankfurter Traditions-Laufverein aus.

 

Spiridon Frankfurt

Sportlicher Leiterin: Laura Rautenberg

Ergebnisse 2018:   6. Platz 2. Bundesliga Süd

Größter Erfolg:      Durchmarsch durch die Hessen- und Regionalliga

Unsere Fragen hat Laura Rautenberg beantwortet.

Laura, im letzten Jahr war es nach dem glatten Aufstieg in der 2. Liga eher eine Durststrecke für euch. Ihr habt exzellente Läuferinnen im Team, allerdings im schwimmerischen Bereich eher Defizite, so dass ihr fast schon „alleine“ aus dem Wasser aufs Rad seid. Was habt ihr euch in der Hinsicht für diese Saison vorgenommen?
Gestärkt durch die Startgemeinschaft mit dem SCO Oberursel und weiteren neue Teammitglieder werden wir im Wettkampfgeschehen kräftig mitmischen und freuen uns auf die Herausforderungen. Mit Hannah Hartlieb vom SC Oberursel haben wir eine sehr gute Schwimmerin in unseren Reihen. Wir hoffen uns durch einen Klassenerhalt zu belohnen. Wir möchten die kommende Saison 2019 mit dem gleichen Spaß und der Motivation wie in der letzten Saison bestreiten.

Wie lange seid ihr in der Triathlon-Bundesliga?
Wir sind in der Liga noch Neulinge, seit 2018.

Wer ist eure schnellste Läuferin?
Tinka Uphoff hat eine Bestzeit von 16:47 Minuten über 5.000 Meter. Über 10.000 Meter ist sie 36:08 Minuten gelaufen.

Wie hoch ist das Durchschnittsalter eures Teams?
Im Schnitt sind wir ungefähr bei 29 Jahren.

Warum sollte man als Top-Athlet für deinen Verein im Team starten, was ist das Besondere an deinem Verein?
Wir sind eine ambitionierte Gruppe von Hobby-Athletinnen, die alle mitten im Leben stehen. Top-Athleten passen bei uns nicht ins Team.
Das Besondere an unserem Team ist, dass wir mit viel Spaß an die Sache rangehen, uns nicht unter Druck setzen lassen und einfach unser Bestes geben wollen.

Wie fördert ihr eure Bundesligastarter beispielsweise finanziell mit der Stellung von Rädern, Übernahme aller Kosten oder auch durch gezieltes strukturiertes Training?
Nicht nur wir stehen mitten im Leben, sondern unser gesamter Verein. Er unterstützt uns wo er kann. Wir kriegen beispielsweise bei Bedarf einen Vereinsbus gestellt, auch bei den Startgeldern werden wir unterstützt. Bei diversen anderen Aspekten steht der Verein hinter uns. Das Training gestalten wir mehr oder weniger in Eigenregie.

Betreibt ihr konsequente Nachwuchsarbeit oder habt ihr vermehrt Starter über Zweitstartrecht im Einsatz?
Im Verein ist keine Kapazität für intensive Nachwuchsarbeit da, aber es stoßen immer wieder Interessierte dazu.

Wie ist eure Vereinshistorie, seid ihr ein reiner Triathlonverein oder eine -abteilung?
Spiridon gibt es seit 40 Jahren als reinen Laufverein. Die Triathlonabteilung wurde vor 20 Jahren gegründet.

Welche Rolle spielen Sponsorengelder bei der Finanzierung der Liga für euch bzw. werfen eure Eigenveranstaltungen genug ab, um die Kosten zu decken?
Unsere eigenen Laufveranstaltungen wie der Spiridon Mainova Silvesterlauf oder Frankfurter Mainova Halbmarathon im März werfen genug ab. Die Ausrüstung zahlen wir selbst.

Wie siehst du den Stellenwert der Bundesliga in der Öffentlichkeit im Vergleich zu kommerziellen Veranstaltungen wie Ironman /70.3 Rennen und den Challengerennen?
Meiner Meinung nach werden die Rennen der Triathlon-Bundesliga kaum wahrgenommen.

Wie findest du es, dass es im Prinzip nur Sprintrennen gibt und die Altersstruktur in manchen Teams um die 20 ist?
Die Bundesliga bietet von ihrem gesamten Aufbau her ein optimales Rennen für sehr junge Sportler. Insbesondere für junge Sportler, die schon früh mit dem Schwimmen angefangen haben. Durch das Windschattenfahren wird die Disziplin Radfahren etwas abgewertet im Verhältnis zum Schwimmen und Laufen, was besonders den jüngeren Sportlern zu Gute kommt. Wir finden es also schade, dass starke Radfahrer ihre Stärke nicht im gleichen Maße ausspielen können wie die guten Schwimmer. Das liegt natürlich an dem Rennformat. Es wäre schön, wenn die olympische Distanz mit aufgenommen würde. Dadurch kommt es zu einer Durchmischung des Feldes, die Liga würde insgesamt attraktiver.

Wie empfindet ihr die mediale Aufmerksamkeit? Hat die Berichterstattung zugenommen?
Als Frankfurter Triathlon-Mannschaft schaffen wir es nie in die regionalen Medien, da in Frankfurt zu viele andere, medienwirksamere Ereignisse stattfinden. Aus unserer Sicht hat die Berichterstattung also nicht zugenommen. Dies könnte sich eventuell durch Änderungen am Format ergeben.

Welche Wünsche habt ihr an den Verband, sollten wir euch mehr fördern und wenn wie?
Wir würden uns freuen, wenn der Verband unseren Wunsch zu vielfältigeren Rennformaten bis hin zur Olympischen Distanz aufgreift und unsere Interessen auch insoweit bei der DTU mehr vertreten würde.

Der Kader 2019

Name

Jahrgang

Nationalität

Lisa Timm

1994

Deutsch

Jenny Hänseroth

1979

Deutsch

Hannah Hartlieb

1995

Deutsch

Iris Rautenberg

1995

Deutsch

Laura Rautenberg

1996

Deutsch

Heike Brendemühl

1989

Deutsch

Tytti Kirvesmies

1992

Finnisch

Tinka Uphoff

1983

Deutsch

Katja Schneider

1988

Deutsch

Madita Hendriks

2000

Deutsch

 

Tanja Weber

 

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