2. Triathlon-Bundesliga Süd: Der KSV Baunatal ist im zehnten Jahr dabei

Baunatal.jpegzoom-icon

Seit 2010 startet der KSV Baunatal in der 2. Triathlon-Bundesliga Süd. Wir haben mit Martin Busch, dem Teamleiter und Trainer aus der VW-Stadt im Norden Hessens gesprochen.

KSV Baunatal

Sportlicher Leiter: Martin Busch

Trainer:                  Martin Busch

Ergebnisse 2018:  4. Platz 2. Triathlon-Bundesliga Süd

Größter Erfolg:      3. Platz Baunataler City-Triathlon 2018

Martin, nach Platzierungen im Mittelfeld habt ihr die Saison 2018 als Vierte der Süddeutschen Teams beendet. Was habt ihr euch für dieses Jahr vorgenommen?
Das letzte Jahr waren wir regelrecht auf der Überholspur. In unserem Heimrennen in Baunatal haben wir Anfang September einen sensationellen dritten Platz im Teamsprint erreicht. Daher ist es ganz klar: Wir schielen nach dem Aufstieg in Deutschlands Oberhaus im Triathlon.

Wie lange seid ihr in der Triathlon-Bundesliga?
Wir sind jetzt im zehnten Jahr in Folge in Deutschlands zweithöchster Liga.

Worin seht ihr eure Stärken?
Unsere Mannschaft zeichnet sich nicht durch drei Top-Athleten aus. Bei uns trägt jeder einzelne Starter mit seiner Leistung zum Teamerfolg bei. Mal ist der Eine schneller, mal der Andere. Wir messen uns ebenfalls nicht an Bestzeiten über einzelne Teildisziplinen. Entscheidend ist, wer in den fünf Ligarennen die Nase vorne hat.

Wie hoch ist das Durchschnittsalter eures Teams?
Wir haben vier Athleten um die 20, der Rest ist etwas älter.

Warum sollte man als Top-Athlet für deinen Verein im Team starten, was ist das Besondere an deinem Verein?
Das Besondere an unserem Verein ist, dass wir ein familiäres Team haben. Wir reisen zu jedem Rennen geschlossen als Mannschaft mit Trainer und Betreuern an und verbringen das Wochenende mit reichlich Spaß und Ehrgeiz gemeinsam. Oft sind auch einige Mannschaftskollegen aus dem Regionalliga-Team dabei, welche uns zudem vom Streckenrand aus unterstützen.

Grundsätzlich tragen die Ligawettkämpfe in unserer Mannschaft zu einem guten Teamgefüge bei.

Wie fördert ihr eure Bundesligastarter beispielsweise finanziell mit der Stellung von Rädern, Übernahme der Kosten oder auch durch gezieltes strukturiertes Training?
In unserem Verein steht der Spaß im Vordergrund. Die Athleten werden von unserem Ausrüster Salming mit Schuhen und Textilien ausgestattet. Der Verein erstattet die Anreise und Übernachtungskosten. Zusätzlich werden wir von Aerobee mit Gels versorgt. 

Ich bereite unsere Athleten mit gezieltem Training auf die kommende Saison vor.

Betreibt ihr konsequente Nachwuchsarbeit oder habt ihr vermehrt Starter über Zweitstartrecht im Einsatz?
Aufgrund von einem zu geringen Wettkampfangebot für Kinder und Jugendliche in Nordhessen fällt es schwer, Kinder im jungen Alter für den Triathlonsport zu begeistern. Dennoch versuchen wir, Jugendlichen unseren Sport schmackhaft zu machen. Sobald sie alt genug sind, eine Sprintdistanz zu bestreiten, wird es ja auch interessant für unsere Ligateams.

Zudem haben wir den ein oder anderen Athleten mit einem Zweitstartrecht in unserer Mannschaft. Damit schaffen wir die Möglichkeit, in der zweiten deutschen Triathlonliga Erfahrung zu sammeln.

Wie ist eure Vereinshistorie, seid ihr ein reiner Triathlonverein oder eine -abteilung?
Wir sind eine Abteilung des Hauptvereins KSV Baunatals.

Welche Rolle spielen Sponsorengelder bei der Finanzierung der Liga für euch bzw. werfen eure Eigenveranstaltungen genug ab, um die Kosten zu decken?
Mit unseren Einnahmen durch unsere Eigenveranstaltungen wie etwa den Baunataler City-Triathlon und Sponsoren finanzieren wir die Startgelder sowie Reisekosten für die Ligawettkämpfe. Zu unseren Vereinstrikotagen erhalten wir einen Zuschuss.

Wie siehst du den Stellenwert der Bundesliga in der Öffentlichkeit im Vergleich zu kommerziellen Veranstaltungen wie Ironman /70.3 Rennen und den Challengerennen?
Ich finde es wichtig, dass es neben den Großveranstaltungen wie Ironman und Challenge auch ein qualitatives Rennformat auf der Sprintdistanz gibt. Wo auch Jugendliche schon die Möglichkeit haben, sich mit den besten Athleten aus Deutschland zu messen. Zudem ist der Teamaspekt der Liga ein sehr wichtiger Bestandteil. In den Ligarennen kämpft nicht nur jeder für sich allein im Gegensatz zur Langdistanz.

Wie findest du es, dass es im Prinzip nur Sprintrennen gibt und die Altersstruktur in manchen Teams um die 20 ist?
Es ist super, dass dieses Rennformart auch schon für Jugendliche geeignet ist. Schließlich kann der Triathlonnachwuchs ab der Jugend A, d.h. im Alter von 16 Jahren durch eine qualitativ hochwertige Rennserie an den Leistungssport herangeführt werden.

Wie empfindet ihr die mediale Aufmerksamkeit? Hat die Berichterstattung zugenommen?
Leider ist die Triathlon-Bundesliga relativ unbekannt im Freundeskreis und die erbrachten Leistungen können oft nicht nachvollzogen werden. Schade ist auch, dass der Triathlonsport häufig nur auf die Langdistanz und Hawaii reduziert wird. Viele meiner Freunde sagen zu mir: „Triathlon ist doch das da auf Hawaii.“ Etwas anderes zählt dann oft gar nicht mehr. Aber ich glaube, dass die öffentliche Wahrnehmung der Bundesliga deutlich zugenommen hat und weiterwächst. Die Mehrheit der Ligateams präsentiert sich inzwischen über Social Media wie Instagram oder Facebook. Damit werben sie für unseren Sport und die Liga.

Der Kader 2019

Name

Jahrgang

Nationalität

Maurice Herwig

1998

Deutsch

Dario Ernst

1998

Deutsch

Florian Drexler

1994

Deutsch

Oliver Lieblein

1981

Deutsch

Hendrik Münstermann

1999

Deutsch

Daniel Borsanyi

1990

Ungarn

Tamás Papp

1998

Ungarn

 

Tanja Weber

 

Zurück zur Kategorie Übersicht
Zurück zur News Übersicht